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Sonntag, 19. Februar 2017

SUNDAY THOUGHTS | Die Sache mit der Sehnsucht





»I have an insane calling to be where I am not.«

Heimat. Zu Hause. Geborgenheit. Ankommen. All das kenne ich nicht wirklich. Zur Ruhe kommen fällt mir schwer. Mich fallen zu lassen fällt mir schwer. Anzukommen ist für mich fast unmöglich. Ich kann gut im Moment sein. Ich kann gut glücklich sein. Auch aus tiefstem Herzen. Aber langfristig irgendwo bleiben ist nicht meine Stärke. Ich habe es oft versucht.

Aber nie wirklich geschafft.

Egal ob bei Personen, Orten oder Jobs. Ich habe in meinem tiefsten Inneren einen sehr stark ausgeprägten Drang nach dem Abenteuer, nach dem Neuen, danach vielleicht irgendwie etwas noch Besseres zu finden. Ich habe mich in den letzten Jahren sehr stark weiterentwickelt, ich habe mir hohe Ziele gesetzt und jeden Tag hart daran gearbeitet. Ich habe auch jeden Tag an mir selbst gearbeitet. Ich denke alles geht immer noch besser, noch mehr, noch spannender, noch erfüllender.



Anstatt einfach da zu bleiben wo ich bin und glücklich zu sein mit dem was ich schon habe.

Vielleicht habe ich auch einfach nur noch nicht die richtige Person, den richtigen Ort und das richtige Unternehmen für mich gefunden. Und so lange lebe ich mit einer Sehnsucht in mir, die gefühlt so groß ist wie das gesamte Universum. Die mich jeden Tag heimsucht und zu neuen Abenteuern bewegt und motiviert einfach weiter zu gehen. Nie stehen zu bleiben. 

Vielleicht kennt ihr das Lied "Für keine Kohle dieser Welt" von Philipp Poisel. Das trifft es. 

Ich mag das Ungewisse. Das Aufregende. Das Unberechenbare. Das Komplizierte. Und so bin ich selbst auch für andere ungewiss, aufregend, unberechenbar und kompliziert. Egal wie sehr ich es mir wünsche einfach irgendwo mal anzukommen, es funktioniert nicht. Bisher. Und je mehr Mühe ich mir in der Vergangenheit gemacht habe, desto schneller ging es schief. Vielleicht bin ich nicht dafür gemacht, auch wenn ich die Hoffnung niemals aufgeben werde. Doch warum darauf hoffen?

Es gibt einfach so viele Lebenskonzepte und ich selbst habe mit dieser endlosen Sehnsucht nach dem Neuen eigentlich kein Problem. Ich habe nur sehr viel darüber nachgedacht, weil ich auch sehr oft von Freunden danach gefragt werde. Ich weiß, dass ich anders bin, aber anders ist auch nur eine Variante von richtig.

Ich möchte ohnehin kein 0815 Leben führen, das wusste ich schon immer. Damit würde ich mich nie wohl fühlen. Alles was mich irgendwo zu sehr einschränkt und bindet, mag ich nicht. Ein Mittelmaß zu finden wäre jedoch schön, aber dafür bleibt auch noch genug Zeit.  Also versuche ich mich nun solange mit meiner inneren Stimme anzufreunden, mich entspannt zurückzulehnen und zu sehen was das Leben für mich bereit hält. 

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