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Sonntag, 25. Dezember 2016

BEST OF 2016 | Mein persönlicher Jahresrückblick




"January 1st is the first blank page of a 365 page book. Write a good one. The best is yet to come."


Nachdem ich jeden Monat einen kleinen Rückblick schreibe über die Dinge die ich erlebt habe und was für den nächsten Monat so bevorsteht, ist es nun schon wieder an der Zeit das ganze Jahr Revue passieren zu lassen. Ich kann es kaum fassen, dass dieses Jahr bereits so gut wie vorrüber ist. Noch nie ist so viel positives und negatives zugleich in einem Jahr passiert. Noch nie habe ich mich innerhalb eines Jahres so sehr verändert. Und noch nie war ich so glücklich wie jetzt. Lange Rede, kurzer Sinn: 2016 war unfassbar ereignisreich und genauso unfassbar schön. Es kommt nur auf die Perspektive an. Wenn ich etwas gelernt habe, dann dass man am Anfang meistens Mut braucht, damit man am Ende glücklich ist.



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Random Facts 2016

> Meine Leserzahlen haben sich im Vergleich zu 2015 deutlich gesteigert
> Die meisten Leser kommen aus Deutschland, gefolgt von Lesern aus den USA und Österreich
> Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal eine richtige Backpacking Reise alleine gemacht
> Ich bin fast jeden Monat durch innerhalb Deutschlands umhergereist
> Meist irgendwie zwischen Düsseldorf, Heidelberg und München
> Ich habe mein vorläufiges Fitnessziel erreicht und seit Mai 2015 nun 17kg abgenommen
> Es gab in diesem Jahr drei neue Tattoos für mich
> Die Hälfte meines Studiums ist vorrüber und ich bin immer noch überglücklich mit der Wahl



Januar

Das Jahr 2015 endete wunderschön, wenn auch im ruhigeren Kreise und so begann auch das Jahr 2016 für mich. Dementsprechend war es ein ziemlich entspannter Monat. Ich war auf einigen coolen Partys, hab fleißig trainiert, meine Hausarbeit für Statistik begonnen und mir endlich ein neues Tattoo stechen lassen.

  


Februar

Die Ruhe vor dem Sturm war dann irgendwie doch schneller vorüber als zunächst vermutet. Ich hätte fast den Abgabetermin meiner Hausarbeit verpasst (sowas ist mir echt noch nie passiert :D) und musste sie in Gefühlt drei Tagen runterschreiben, dann stand noch die Marketing Prüfung auf dem Plan und würde das alles nicht reichen, ist meine vierjährige Beziehung in die Brüche gegangen.
Das war alles erstmal echt verdammt bescheiden, aber wie sagt man so schön: im Leben ist jedes Ende auch immer einer neuer Anfang.  Denn wenn der Wind des Wandels weht, sollte man sich trauen loszulassen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.




 

März

Im März habe ich mich fast vollständig von der vergangenen Schulter OP erholt, was ziemlich verwunderlich für deren Komplexität war. Das Training lief super und ich habe für das Semesterende einen Urlaub nach Kapstadt gebucht. Außerdem habe ich endlich wieder die Zeit gefunden neue Sprachen zu lernen und mich weiter der Persönlichkeitsentwicklung zu widmen. Ein Thema das mir immer sehr am Herzen liegt. Wir haben nur dieses eine Leben und genau deshalb sollten wir das bestmögliche daraus machen. 

 

 

April

Diesen Monat kam alles so anders als geplant, dass ich hierzu noch nichtmal etwas schreiben konnte oder wollte. Ich war ein paar mal biken, hab die letzten Prüfungen echt gut gemeistert und war schon mitten am Koffer packen, als ich richtig krank wurde. So krank, dass die Ärzte in der Klinik mich nicht nach Kapstadt fliegen ließen. Tausende Tränen später, konnte ich das irgendwie akzeptieren. Die nächsten Wochen sind bei mir irgendwie im Nebel der Medikamente verschwunden und außer ein paar Bildern auf dem Handy habe ich keine Erinnerungen mehr.


 

 

Mai

 Im Mai wurde mir wieder klar, dass es nach jedem Tiefpunkt wieder bergauf geht. Und dass alles was passiert seinen Grund hat, auch wenn man es im ersten Moment vielleicht nicht versteht und enttäuscht ist. Ich habe angefangen mein Leben komplett aufzuräumen, weil mich wenige Dinge glücklicher machen als ein völliges Übermaß an allem. Ich hab zwei meiner Bikes verkauft und alle meine Gitarren (ich spiele sowieso nie). Außerdem habe ich mir neue Fitnessziele gesetzt. Harte Arbeit macht sich eben immer bezahlt. Egal ob im Training, im Studium oder auf der Arbeit.


 

 

Juni 

Der Juni brachte wieder völlig andere Herausforderungen mit sich. Manchmal lernt man Menschen kennen und irgendwie ist plötzlich alles anders. Plötzlich berühren sie einen dort, wo man es nie erwartet hatte. Und wenn es dann anders kommt als man denkt, trifft einen der Schmerz da wo man es ebenfalls nie erwartet hatte. Deswegen hatte ich eine Blog-Auszeit um mich wieder mir selbst zu widmen, um zu verstehen, zu begreifen, zu verarbeiten und herauszufinden was ich wirklich will.

 


 

Juli 

Auch in meinem Geburtstagsmonat Juli konnte ich über Langeweile nicht klagen. Ganz spontan habe ich meine erste Backpacking Reise alleine gemacht. Mitten in der Nacht, drei Tage vor der Abreise, habe ich einfach Flüge nach Kos gebucht und es war die beste Entscheidung meines Lebens! Alleine zu reisen ist definitiv eine Herausforderung, aber auch mitunter das Beste was ich jemals gemacht habe. Pünktlich zu meinem Geburtstag war ich wieder in der Heimat und hatte drei tolle Tage mit meinen Mädels, an denen wir es ordentlich haben krachen lassen. Natürlich stilecht mit Burgern, Cocktails und Eis. Eine Woche später sah meine Welt ein bisschen anders aus. Ich landete Freitagmittag im Not - OP. Was zuerst "nur" nach einer Blinddarmentzündung aussah, entpuppte sich während der OP zu etwas weitaus schlimmeren. Anstatt 30 Minuten war ich fast 2 Stunden im OP. Die Diagnose Endometriose hat mich völlig aus der Bahn geworden. Unheilbar. Keine Aussicht auf Besserung. 
Mir ist es unfassbar wichtig mich an dieser Stelle nochmal bei meinen wundervollen Freunden zu bedanken, die meine Launen ertragen haben, die mich wortlos in den Arm genommen haben, die mir beim wieder Laufen lernen geholfen haben, die mich im Rollstuhl rumgefahren haben, dass Tag und Nacht immer jemand bei mir war, für das viele spontane Eis essen und vor allem dass ihr mir mein Lächeln zurückgegeben habt. Ich liebe euch! 




 

August

Nach zwei Wochen voller Tränen, Verzweiflung und beginnender Depression, hab ich mich irgendwie wieder gefangen. Zum Glück. Ich hatte zwischenzeitlich einfach gar keine Gefühle mehr. Ich war nicht mehr traurig oder wütend, sondern habe einfach gar nichts mehr gefühlt. Ich wollte auch nichts mehr machen. Nichts unternehmen. Nichts erleben. Und dann plötzlich stolpert jemand in dein Leben, worauf du gar nicht gefasst warst. Und irgendwie ist plötzlich alles anders. Alles so selbstverständlich. Alles so vertraut, obwohl es das gar nicht sein kann. Vielleicht gibt es im Leben manchmal Menschen, die einen genau dort abholen, wo jemand anderes einen zuvor stehen gelassen hat. 

 

 

September

Ich habe in den letzten Wochen mega für mein Glück kämpfen müssen. Ich musste wieder lernen zu laufen, ich musste unfassbar viel Schmerzen ertragen, doch das alles hat mich nicht verbittert gemacht. Ich habe mich dem gestellt und versucht daran zu wachsen. Ich habe gekämpft ohne Ende und konnte so innerhalb weniger Wochen mein Training wieder anfangen. Bei 0 natürlich und das ist echt bitter nach all den Erfolgen. Leider kann ich bis heute nicht Joggen oder zügig laufen. Laut Ärzten wird das auch nichts mehr. Auch das ist ein harter Schlag, wenn man erst 23 ist. Aber dann denke ich mir immer, es könnte ja noch schlimmer sein! Ich habe gelernt, dass es mit dieser Krankheit immer gute und schlechte Tage gibt und beides ist ok. Es ist nicht zu ändern. Ich versuche die guten Tage einfach in vollen Zügen zu genießen und Kraft für die nicht so guten zu sammeln. Das klappt bisher auch ganz gut.

 


Oktober

Das neue Semester hat begonnen und von Beginn an so einiges von mir abverlangt. Der beste Moment dieses Jahres war wohl wieder Fahrrad fahren zu können! Nach all dem Sch*** der letzten Monate habe ich mir ein neues Bike gegönnt und einige wirklich wunderbare kleine Ausflüge gemacht. Ansonsten war ich endlich mal wieder feiern und habe fleißig im Gym trainiert.

 

 

 

November

Der November war mal wieder ein Prüfungsmonat und dann auch noch voll mit Horror-Prüfungen. Wider erwarten lief dann  glücklicherweise doch irgendwie alles besser als erwartet. Außerdem hatte ich eine so wunderbare Zeit in München bei meinen Herzmenschen. Dafür bin ich wirklich unendlich dankbar! Ich habe viele tolle Herbstspaziergänge gemacht, Zeit mit meinen Lieblingsmenschen verbracht, viel draußen fotografiert und einfach das Leben genossen. Ich glaube es ist gut, den Dingen manchmal einfach ihren Lauf zu lassen. Nichts zu erwarten, nichts zu erzwingen und sich vor allem nicht den Kopf zu zerbrechen. Ich denke man kann ganz gut dem Timing seines Lebens vertrauen und wenn es etwas passieren soll, dann passiert das auch. 
 

  


Dezember 

Dieses Jahr mag vielleicht wieder nicht sonderlich spektakulär zu Ende gehen (darüber bin ich gerade auch echt dankbar), aber das viele Kämpfen hat sich am Ende ausgezahlt. Für mich ist alles gut so wie es gerade ist. Ich bin wieder glücklich. In allen Bereichen des Lebens und das aus tiefstem Herzen. Auch wenn dieses Jahr das vermutlich schwerste war mit einem einzigen Auf und Ab, so freue ich mich auf alles was 2017 kommen mag. Aufgeben gibt es nicht und zu kämpfen lohnt sich immer. Vielleicht ist nicht jeder Tag immer gut, aber es gibt immer etwas gutes an jedem Tag. Danke an all die Menschen, die dieses Jahr zu etwas besonderem gemacht haben!




Was ist für 2017 geplant?

Ja, was steht nun 2017 an? Vor allem werde ich mich die meiste Zeit meinem Studium widmen und freue mich sehr auf mein Praxissemester ab Oktober. Ich habe vor wieder mehr zu reisen und der erste Stopp wird gleich im Januar Stockholm sein. Vermutlich steht auch wieder die ein oder andere OP für mich an, aber daran möchte ich im Moment noch gar nicht denken. Sollte alles gut laufen und ich bald wieder fitter sein, dann möchte ich meine Trainer Lizenz beginnen. Aber vor allem freue ich mich auf Zeit mit meinen Lieblingsmenschen, viele tolle Abenteuer und die kleinen Dinge des Lebens. 

  



Kommentare:

  1. Hallo liebste Anna,

    das muss echt ein verrücktes Jahr für dich gewesen sein. Ich finde es immer wieder so bewundernswert was für eine starke und positive Frau du bist. Davon kann sich jeder mal eine Scheibe abschneiden.

    Bitte bleib so wunderbar und verlier nie deinen Mut, deine Hoffnung und deine wunderbare Art. Du hast wirklich nur das aller aller Beste verdient.

    Liebste Grüße,
    Hanna

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    1. Hey liebe Hannah,

      ja, verrückt trifft es wohl ziemlich gut. Ich glaube Veränderungen sind anfangs fast immer ziemlich chaotisch, manchmal schmerzhaft und am Ende dann doch wunderschön.

      Ich danke dir vielmals für deine lieben Worte!

      Herzliche Grüße

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  2. Ohh Anna du Herzmädchen!
    Ich weiß, dass du dieses Jahr echt hart kämpfen musstest, aber du hast nie die Hoffnung verloren und das ist was am Ende zählt! Ich bin mir ganz sicher, dass 2017 dein Jahr wird! Bei deiner tollen Lebenseinstellung habe ich da überhaupt keine Sorgen !!

    Jeder der ein Teil deines Lebens sein darf, kann sich echt glücklich schätzen.

    LG Sylke

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    1. Hey liebe Sylke,

      es ist so schön von dir zu hören!
      Hab vielen vielen Dank für deine wunderschöne Nachricht. Ich habe mich echt riesig gefreut :)
      2017 wird für uns alle definitiv ein "besseres" Jahr!

      Drück dich ganz fest ♥

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