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Sonntag, 15. Mai 2016

SUNDAY THOUGHTS | Der normale Wahnsinn




"To be yourself in a world that is constantly trying to make you something else, is the greatest accomplishment."


Das letzte Wochenende hat mir mal wieder ein bisschen Anlass zum Nachdenken gegeben. Ich möchte hier keine Details nennen, aber es ist erstaunlich wie viele - nennen wir sie Spießer - es auf dieser Welt gibt.

Ja, ich bin in vielen Dingen auch total spießig, was man von mir nicht unbedingt sofort erwarten würde. Ich stehe total auf Höflichkeit, Benehmen, Geld sparen, Versicherungen und Stabilität.

Aber ich denke nicht in Schubladen.
Und ich versuche keine Vorurteile zu haben.
Sollte ich mich selbst dabei erwischen, wie ich jemanden in eine Schublade stecke, dann kneif ich mich ganz kurz um wach zu werden. Und dann spule ich die Situation nochmal komplett zurück, bevor die Schublade auch nur eine minimale Chance hat sich endgültig zu schließen.

Selbstreflexion nennt man das.

Niemand ist perfekt.
Ich nicht. Du nicht. Und die Anderen auch nicht.
Darum soll es hier auch nicht gehen.

Aber sehr wohl um Akzeptanz und Offenheit.

Warum beklagt man sich als Außenstehender darüber, dass ich jeden verdammten Tag für die Uni lerne und bis spät abends arbeite? Und das ohne auch nur einen blassen Schimmer davon zu haben was meine Beweggründe sind. Warum stören sich andere an meinen Tattoos?
Wer hat das Recht dazu? 
Wer läuft in meinen Schuhen?

Richtig. Nur ich. Ich alleine.

Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder Mensch Gründe für sein Handeln hat.
Jeder hat Ziele, Wünsche und Vorlieben. Jeder hat seinen eigenen Charakter.

Weshalb sollte ich mich ändern, nur weil ich vielleicht anders bin?
Wer sagt, dass anders sein schlecht ist?
Was ist überhaupt anders?

Ich werde mich nicht verbiegen.
Weil ich mittlerweile sehr gut weiß wer ich bin.
Weil ich weiß was ich mag und was ich nicht mag.
Und weil ich mich für die Person liebe die ich geworden bin.

Ich bin zufrieden und glücklich mit mir.
Darum sollte es doch im Leben gehen: sich selbst kennen lernen und mögen was man findet.

Nur kann ich immer noch nicht nachvollziehen, warum sich Menschen das Recht heraus nehmen über andere zu urteilen ohne jemals den gleichen Weg gegangen zu sein.

Ich habe mir das sehr früh abgewöhnt.
Und das sollten wir alle irgendwie tun.

Ich mag außergewöhnliche Menschen. Ich mag Menschen mit einer Geschichte. Ich mag Menschen für ihre starken, aber auch für ihre schwachen Momente. Ich mag authentische Menschen.

Wie schon Van Gogh zu sagen pflegte: "Die Normalität ist eine gepflasterte Straße. Man kann gut auf ihr gehen - doch Blumen wachsen keine auf ihr."



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