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Sonntag, 6. März 2016

SUNDAY THOUGHTS | Von Angst und Mut



"Your mind will quit a thousand times before your body will. Feel the fear and do it anway."

Vor Kurzem wurde ich gefragt woher ich denn meinen ganzen Mut nähme. Das machte mich kurz stutzig. Aber ja - als mutig würde ich mich selbst auch bezeichnen. Nur angstlos definitiv nicht. Es mag sein, dass ich manchmal ziemlich angstlos herüberkomme. Vielleicht einfach, weil es kaum etwas gibt was ich nicht machen würde. Vielleicht einfach, weil ich es liebe neue Herausforderungen zu bekommen und mich gerne meinen Ängsten stelle. Die letzten Jahre haben mich so unfassbar verändert. Weil ich das so wollte.


Meine ganze Kindheit über hatte ich vor so vielen Dingen Angst. Ich hatte Höhenangst und wäre im Leben nicht in eine Achterbahn gestiegen. Ich hatte Panik, wenn ich in der Schule ein Referat halten sollte. Niemals wäre ich schnorcheln oder tauchen gegangen. Alles aus teilweise echt tief sitzender Angst.

Aber das heißt ja noch lange nicht, dass es so bleiben muss.
Irgendwann hab ich beschlossen: ich kann alles machen, wenn ich nur will.
Alleine dieser Gedanke hat so viel bewirkt.

Die schlechteste Note einer Präsentation von mir war eine 1,7. Trotz Angst.
Heute, einige Jahre später, liebe ich es Präsentationen zu halten. Ich kann es sogar richtig genießen.

Tauchen? Undenkbar.
Bis ich in Australien einen Segeltrip mit Tauchen gebucht habe. Bis zum Schluss glaubten meine Freunde nicht daran, dass ich auch nur einen Fuß ins Wasser setze (ich habe nämlich auch panische Angst vor Unterwassertieren).
Aber ich bin ins Wasser gesprungen. Nicht nur einmal.
 Und ich finde langsam gefallen am Tauchen.
Zwar langsam, aber ich habe meiner Angst den Kampf angesagt. Und darum geht es.

Mittlerweile bin ich übrigens der größte Achterbahn-Fan und Adrenalinjunkie.

Im Leben geht es nicht darum wovor man Angst hat oder was man nicht kann, sondern darum sich seinen Ängsten zu stellen, daran zu wachsen, neue Dinge zu entdecken, einfach mal drauf los zu machen und sich von seinen Ängsten nicht einschränken zu lassen.
Unser einziges Limit sind wir selbst.

Lieber zurückblicken und sagen "Was soll's!" als ein unsicheres "Was wäre, wenn...".

Angst kann man überwinden. Man sollte nicht nur seinen Körper trainieren, sondern auch seinen Verstand. Was man sich gedanklich nicht vorstellen kann zu schaffen, wird man auch nie erreichen.

Man muss sein Ziel kennen. Dann stellt man sich vor wie es aussieht, wenn man sein Ziel erreicht. Was man sieht, wenn man sein Ziel erreicht. Was man fühlt. Was man riecht. Was man hört.
Dann hat man sein Ziel so sehr visualisiert, dass die Angst immer mehr schwindet. Man kann dem Verstand vorgaukeln, man habe die Situation schon x Mal durchlebt. Irgendwann verschwindet die Angst wie von selbst.

Klar spüre ich heute noch ab und zu Angst. Für den Bruchteil einer Sekunde. Aber ich habe gelernt, die Angst in den Hintergrund zu stellen. Ihr nicht die Macht über mich und meine Gefühle zu geben.

Das erfordert Mut. Und Mut ist nichts anderes als der Glaube an sich selbst.


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