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Sonntag, 13. April 2014

Liebes Leben - Literaturtipp im April


Letzten Monat kam ich endlich dazu "Liebes Leben" von Alice Munro - welches ich zu Weihnachten geschenkt bekam - zu lesen.
Mittlerweile wurde sie mit dem Nobelpreis für ihr literarisches Talent, insbesondere im Hinblick auf Kurzgeschichten, ausgezeichnet. Vollkomen zu Recht wie ich finde.
Anfangs war ich skeptisch, ob ihr sprachliches Ausdrucksvermögen eventuell zu hochgestochen sei - aber bereits nach der ersten Seite war ich den Bann der unbeschreiblich filigranen und treffenden Wortwahl gezogen worden.

"Eine wunderbare Autorin. Was Alice Munro mit ihrem Werk gelingt, ist außerordentlich." Joyce Carol Oates.




Die Kanadierin Alice Munro wurde im Jahre 1931 in Wingham, Ontario geboren. Mit 20 Jahren begann sie zu schreiben und studierte Journalismus an der University of Western Ontario. Nach zwei Jahren brach sie ihr Studium aus Geldmangel ab, heiratete ihren Mann und bekam vier Kinder.
Kurze Zeit später gründeten sie auf Vancouver Island eine Buchhandlung, die heute noch existiert. Nach der Trennung von ihrem Mann heiratete sie einen kanadischen Geologen und zog nach Clinton in Ontario.
Alice Munro ist im englischsprachigen Raum eine Bestsellerautorin. Sie revolutionierte die Form der Kurzgeschichte und ist Meisterin in der englischen Tradition der "Short Storys".
Ihre Werke sind sehr realistisch, schonungslos und packend. Ist man einmal in den Bann ihrer Erzählungen gezogen worden, kommt man nicht so leich wieder hinaus.
Nicht zuletzt wegen ihrer sprachlichen Filigranität wurde sie Ende 2013 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.


Ihr neuestes - und wie sie bereits verkündete - letztes Werk besteht aus insgesamt 14 Erzählungen. Zum letzten Abschnitt schreibt sie Folgendes: „Die letzten vier Stücke in diesem Buch sind keine üblichen Erzählungen. Sie bilden eine gesonderte Einheit, die vom Gefühl her autobiographisch ist, auch wenn manchmal nicht alles den Tatsachen entspricht. Ich glaube, sie sind die ersten und letzten – und die persönlichsten – Dinge, die ich über mein Leben zu sagen habe.“ 
Die Short Stories tragen Titel wie "Stolz", "Zug" oder "Stimmen" und spielen alle in Kanada in den unterschiedlichsten Zeitepochen und den verschiedensten sozialen Situationen. Alice Munro gelingt es mit einer brillianten Perfektion die Zeitsprünge so zu gestalten, das man nicht einen Augenblick Probleme hat ihr zu folgen.
Die Kurzgeschichten überzeugen mit detaillreichen Charakteren, schlichter Eleganz und einem unfassbar grandiosen Schreibstil. 
Und so endet ihre schriftstellerische Karriere mit dem letzten geschriebenen Satz:
„Wir sagen von manchen Dingen, dass sie unverzeihlich sind oder dass wir sie uns nie verzeihen werden. Aber wir tun es – wir tun es immerfort.“


Ich bin entsetzt von solch einer literarischen Leistung - natürlich im positiven Sinne. Ich habe im Laufe meines Lebens zahlreiche Bücher gelesen - auch von Nobelpreisträgern - aber so ein Meisterwerk ist mir noch nie in die Hände gefallen.
Alice Munro schreibt ihre Geschichten mit einer Selbstverständlichkeit und Klarheit, die es einem fast unmöglich macht, darüber zu urteilen.
Sie besitzt die unfassbare Gabe, Wörter perfekt an der richtigen Stelle einzusetzen und wirkt dabei nie gekünstelt oder unrealistisch. 

Sie schafft es mit einer spielerischen Leichtigkeit, die Leser an ihre Geschichten zu fesseln und lässt sie an den vielen herzergreifenden Short Stories teilhaben.
Und nun meine Bitte an Dich: Lies dieses Buch. Du wirst begeistert sein, das verspreche ich dir! Ich bin so stolz dieses Buch als Teil meiner Büchersammlung zu besitzen und bin noch glücklicher darüber in den Genuss dieser literarischen Reise gekommen zu sein. 






Dieses brilliante Werk kannst Du hier erwerben.

Ich wünsche Dir sehr viel Freude beim lesen.



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