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Mittwoch, 7. August 2013

On the Road again


Was wäre ein Kanadaurlaub ohne einmal durch die Rocky Mountains gefahren zu sein?
Genau aus diesem Grund war das Mietauto ab nun unser treuer Begleiter und brachte uns sicher von Stadt zu Stadt - oder eher von Dorf zu Dorf. Nachdem wir uns schweren Herzens von Whistler verabschiedeten - und ich immer noch mit Fieber und Husten zu kämpfen hatte - hieß unser neues Ziel Clearwater. Irgendwo im Nirgendwo.
Zu sehen gab es nicht wirklich viel auf diesem Abschnitt und so waren wir froh, als wir in unserem Gästehaus ankamen, wo wir müde ins Bettchen fielen. Am nächsten Morgen gab es von Mary, der Hausbesitzerin, eine leckeres Frühstück mit Waffeln und Obst. Dabei erzählte sie uns von ihrer Farm und was für Besucher sie schon alles hatte. Es war ein wirklich schöner Aufenthalt dort.


  
Für den Tag stand so einges auf dem Plan. Wir besuchten unter anderem die wunderschönen Helmcken und Dawson Wasserfälle. Einfach beeindruckend.



Am Abend erreichten wir das Tagesziel Jasper, welches eine bittere Enttäuschung war. Ein kleines, heruntergekommenes Dörfchen, in dem es immerhin einen Supermarkt gab um Trinken und Essen zu kaufen. Der endgültige Schock kam mit unserem "Hotel" am Pyramid Lake. Wir hatten es im vorraus bei booking.com herausgesucht, auf Grund der guten Bewertungen. Mit dem Preis von 200€ pro Nacht traf uns zwar der Blitz, aber das scheint für Jasper normal zu sein. Also blieb uns nichts anderes übrig.
Doch was dann kam war wirklich eine Zumutung. Die reinste Bruchbude, in der es komisch roch, kein Wlan funktionierte, keinen Blick auf den See hatte und original aus den 70ern hätte stammen können. Inklusive Staub.
Was für ein Ärgernis, wenn man sich auf ein schönes Hotel freut um mal einen Tag auszuspannen. Ein bisschen Entschädigung gab es morgens beim Pyramid Lake, an dem ich dieses wundervolle Foto machen konnte.


Im weiteren Verlauf besuchten wir noch mehr Wasserfälle, einige übertrieben blaue Seen und übernachteten im schönen Banff.
Unter anderem sahen wir den atemberaubenden Morraine Lake, Peyto Lake und Lake Louise.

In Kanada scheint es wohl so zu sein, dass alle Austragungsorte der damaligen Olympischen Winterspiele absolut touristenfreundlich und sauber sind. Alle, die es nicht geschafft haben - wie zum Beispiel Jasper - sind eher ein Schandfleck. Das dort überhaupt Leute wohnen wollen? Schlau werde ich daraus nicht.

Eine der schönsten Wanderungen - und auch sehr langen- machten wir zum Grassi Lake, welcher durch eine bestimmte Algenart von grasgrün, über himmelblau zu schwarz gefärbt wird. So eine Schönheit habe ich noch nie gesehen. Da konnten auch die abertausenden Mosquitos das Bild nicht stören.




Die letzten Tage verbrachten wir damit den Weg nach Vancouver zurück zu fahren und legten Stopps in Revelstoke, sowie in Merrit ein, bevor es am 12.07. an den Flughafen nach Vancouver ging um den Flug nach New York anzutreten. Dabei wurde mal wieder klar, Vancouver ist eine Top Stadt... Mit dem schönsten Flughafen, den ich jemals in meinem Leben gesehen habe.


Was ist das Ende vom Lied? Vancouver und Whistler sind top, alles andere eher flop. Ihr fragt euch sicher warum? Ich meine, klar - die Bilder sind wunderschön. Ob es sich allerdings lohnt dafür so eine lange Strecke zurückzulegen und tagtäglich Stunden im Auto zu verbringen ist fraglich. Die ganzen Absteigen machen die Entscheidung da nicht leichter. Ich möchte keinen davor abschrecken, aber ich würde es mir gut überlegen nochmal diesen Roadtrip zu machen. Ich habe einen Narren an Vancouver und Whistler gefressen und das genügt mir auch vollkommen. 



Meine Top 5 Roadtrip Kanada:
1. Whistler
2. Pyramid Lake Jasper
3. Grassi Lake
4. Lake Morraine
5. Anthabasca Falls



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