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Mittwoch, 31. Juli 2013

Die Stadt, die mich mitten ins Herz traf


Das nächste bevorstehende Ziel war Kanada, um genauer zu sein, Vancouver.
Doch San Francisco wollte uns einfach nicht gehen lassen... Und so verbrachten wir weitere 2 Stunden am Flughafen mit warten und bangen, ob unser Flug abgesagt werden würde.
Dieses Chaos sei typisch für amerikanische Flughäfen und Airlines, versicherten mir drei genervte Stewardessen, die uns später beim Flug begleiten sollten. Als wir auch diese Hürde  genommen hatten und unser indischer Taxifahrer uns sicher zum Appartment brachte, fielen wir todmüde ins Bett.
Als Unterkunft hatten wir diesesmal ein Appartment an der University of British Columbia, ausgesucht. Es war großzügig geschnitten mit Küche, Bad, Wifi und perfekter Busanbindung. Also alles was ein reisendes Herz begehrt.
Hier ein paar erste Eindrücke von Vancouver City. Es ist einfach nur atemberaubend schön.




 Direkt bei uns um die Ecke befand sich das "Museum of Anthropology", welches sich mit der kanadischen Kultur beschäftigt.
Die zwei Haupträume gefielen mir dabei am besten. Die große Eingangshalle mit den eindrucksvollen Holzpfählern, sowie eine Sonderausstellung, bei der man zu meinem Ärgernis nicht fotographieren durfte.
Die restlichen Ausstellungsräume (von denen es wirklich viele gab) entsprachen leider nicht meinen Erwartungen. Die Meterhohen Regale waren randvoll zugestellt und man kam sich wirklich von den Eindrücken erschlagen vor. Eine kleine, aber feine Auswahl an allen Dingen, die dieses Museum besitzt, wäre schöner gewesen.


Als Kontrastprogramm zu den neuen kulturellen Erkentnissen, machten wir uns im Anschluss einen gemütlichen Nachmittag im gegenüberliegenden Rosengarten der Universität.
Ein wunderbarer Anblick, vor allem mit dem Meer und den Bergen in der Ferne.
Da geht einem einfach das Herz auf.

 
Vancouver hat jede Menge zu bieten. Vielleicht sei an dieser Stelle erwähnt, dass ich mich zuvor gar nicht wirklich mit Kanada beschäftigt hatte. Dieses Reiseziel ist eher der Wunschliste meiner besseren Hälfte zuzuschreiben.
Jedenfalls hatte ich mir Vancouver vollkommen anders vorgestellt. Und nach unserem Besuch kann ich guten Gewissens sagen, dass ich positiv überrascht bin.
Vancouver ist eine wirklich fortschrittliche, zukunftsorientierte und umweltfreundliche Stadt. Überall wo man auch hinsieht grünt und blüt es. Am Hafen, am Straßenrand und auch auf den Dächern. Die Busse fahren alle mit Elektrizität und ansonsten fahren alle Fahrrad. Sehr vorbildich also.
Es gibt auch unzählige Hochhäuser, aber nicht solche wie man auf den gewöhnlichen Großstadtbildern sieht. Nein. Hier sind sie wunderschön und komplett verglast, die Dächer sind bepflanzt und der große Unterschied ist; dass es fast nur Wohnhäuser und keine Bürogebäude sind.
Ein weiteres Highlight war das Jazzfestival, das gerade am "Canada Place" zu gange war. Wenn dort allerdings gerade keine Veranstaltungen stattfinden, lohnt sich trotzde ein Besuch. Tagtäglich legen dort rießige Kreuzfahrtschiffe an. Auch die Wasserflugzeuge im nebenan gelegenen Hafen sind nicht zu verachten... Allerdings wäre das nichts für mich :-)

 
Was mich aber mindestens genauso verzaubert hat ist die historische Altstadt Vancouvers, genannt "Gastown". Man schlendert die Straße entlang, biegt einen Block links ab; und schon ist man mitten im Geschehen. Umgeben von alten, verschnörkelten Häusern, engen Straßen, schönen Boutiquen und liebevoll eingerichteten Cafés.
Ich glaube manchmal kann man einfach nicht mit Worten oder Argumenten begründen, weshalb man etwas liebt oder warum man sich dort wohlfühlt. Es trifft einen einfach ohne jegliche Vorwarnung mitten ins Herz.
Dort gibt es außerdem die berühmte "Steam Clock" zu besichtigen. Sie basiert auf einem Pendelmechanismus im Inneren und so kommt es, dass sie mit Hilfe von Wasserdampf, jede viertel Stunde ein Pfeifenspiel von sich gibt. 


Was wir uns für den letzten Tag vornahmen, war eine Fahrradtour um den Stanley Park, welcher über 400 Hektar groß ist. Dieses Ausmaß lässt sich am Besten vom Aussichtsturm in der Innentadt ansehen.
Wir liehen uns für ca.  30€ zwei Fahrräder und schon ging die Tour los. Ehrlich gesagt waren wir schneller als gedacht, sodass wir gleich noch eine zweite Runde anschlossen.
Sei jedoch gewarnt, dass dort einige unbeholfene Menschen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder gar mit Inlinern unterwegs sind... Die Wege sind dort sehr eng und wenn dann jemand Schlangenlinien fährt... Naja, ihr könnt es euch sicher denken.
Desweiteren ist uns eine junge Frau begegnet die ganz selbstbewusst ihren Fahrradhelm (das ist hier absolute Pflicht!!!) falsch herum trug. Vielleicht habe ich die neuesten Trends noch nicht mitbekommen, aber das sah schon amüsant aus!




Was soll ich noch groß als Fazit schreiben? Wie schon erwähnt, war Kanada nicht unbedingt auf meiner Wunschliste an Reisezielen, aber seit unserem Besuch hat sich das schlagartig geändert. Die Warmherzigkeit der Menschen, die Schönheit der Natur und das Bewusstsein der Bewohner hier.
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass ich hier all das auf einen Schlag gefunden habe, was ich in den USA nie gefunden habe. Hier habe ich mich wirklich zu Hause gefühlt. Hier bin ich angekommen.
Und so wird das definitiv nicht unser letzter Besuch gewesen sein, denn in einem waren wir beide uns sofort einig. Vancouver ist unsere neue Lieblingsstadt ♥



Meine Top 5 Vancouver:
1. Gastown
2. Stanley Park
3. Rose Garden UBC
4. Lookout Tower
5. Canada Place


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