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Sonntag, 19. Mai 2013

Welcome to Sydney


Am Sonntag, den 21.04.2013, machten wir uns mit Air Asia auf nach Australien um nach neuen Abenteuern zu suchen.
Der Flug war dieses mal sehr durchwachsen, aber was will man auch von einer Billigairline großes erwarten?
Selbst das Trinkwasser musste man selbst kaufen und Höflichkeit hatten die Stewardessen leider auch nicht gemietet. Ganz zu schweigen von meinem japanischen Hintermann der mir den ganzen Flug über in den Sitz getreten hat und beim Aufstehen jedesmal ein rießen Zirkus veranstaltete.
So stelle ich mir keinen geruhsamen Nachtflug vor.
Völlig übermüdet landeten wir am Montagmorgen in Sydney, wo wir erstaunlich schnell durch die Visa-und Passkontrollen durchkamen. Nachdem ein Spürhund alle Gepäckstücke beschnuppert hatte, ging es raus in die Stadt. Nun waren wir wirklich in Australien angekommen. Von dem anstrengeden Flug noch geschafft, ließen wir uns leider von einem ausgesprochen freundlichen Flughafenmitarbeiter ein Bahn-Bus-und Fährenticket für eine Woche aufschwatzen, welches viel zu teuer war. Wir hatten ehrlich gesagt auch nicht geahnt, dass es in Sydney so einfach ist alles zu Fuß zu erreichen. Also an alle die vorhaben Sydney zu erkunden, kauft euch kein Tages- oder Wochenticket. Die 60$ werdet ihr in Sydney sicher an anderer Stelle dringender benötigen.




Unser Hotel, namens "Travelodge", hingegen war ein absoluter Traum. Vollkommen zentral gelegen am Hydepark und auch sonst ließ es keine Wünsche übrig (nagut, vielleicht Wifi).
Wir hatten ein schönes Zimmer mit Küchezeile und nettem Bad in der obersten Etage.
Mehr kann man sich nicht wünschen, wenn man bedenkt wie teuer Sydney doch ist.
Demnach gönnten wir uns ersteinmal ein Mittagsschläfchen, bevor wir abends einkaufen gingen. Dort wurden uns die Preisdimensionen nochmals vor Augen geführt. Ruckzuck waren 60$ weg für nicht gerade viel Waren im Einkaufskorb.

Ausgeschlafen und gestärkt (nach 4 Wochen der erste Kaba! Yeah!) machten wir uns auf den Weg Syndey zu erkunden. Der Weg führte uns zur weltberühmten und wunderschönen Oper, vorbei an der imposanten Harbour Bridge und durch den beeindruckenden Royal Botanic Garden. 
Was uns prompt auffiel ist die Tatsache, dass es hier quasi nur drei Sorten von Menschen überall gibt...
1. Jogger, die sich die Seele aus dem Leib rennen
2. Business People, die nichts anderes im Kopf haben als ihr Geschäft und Dollarzeichen
3. Touristen aus allen erdenklichen Nationen (vor allem Asiaten)



Auf dem Rückweg spazierten wir nocheinmal durch den Hydepark und sahen uns das Anzac War Memorial an. In dem Gebäude an der Decke hängen für jeden gefallenen Soldaten, oder am Krieg Beteiligten, ein Stern.

 
Am Mittwoch beschlossen wir uns Sydney von oben anzuschauen. Das geht am Besten vom Tower Eye, welches zentral auf einer Shoppingmall gelegen ist.
Am Bezahlschalter machten wir eine erfreuliche Entdeckung. Es gab für 70$ pro Person ein Kombiticket für 5 Attraktionen: Tower Eye, Syndey Sea Life, Manly Sea Life, Sydney Wildlife Park und Madame Tussauds.
Gesagt getan. Die Aussicht vom Turm aus bei dem grandiosen Wetter war atemberaubend. Wenn Du nicht auf das Besucherdeck möchtest, gibt es eine tolle Alternative für Dich.
Ein paar Stockwerke darüber befindet sich ein Restaurant mit Cocktail Lounge, welches sich einmal um die eigene Achse dreht. Dafür kannst Du vorab Tickets buchen und dann, angemessen gekleidet, dort oben speißen und die Aussicht bei ein paar Cocktails genießen.


Absolut beeindruckt hat uns das Sydney Sea Life. Dort gibt es so unfassbar viele ausergewöhnliche Meerestiere zu entdecken. Als Pluspunkt hängen überall nette Schildchen mit Zusatzwissen, die wirklich sehr interessant sind. Außerdem ist es wahnsinnig groß; nach der Hälfte, ging es auf einen Balkon raus und wir dachten es sei zu Ende, was auch vollkommen ausgreicht hätte. Falsch gedacht - die Infotafel verriet uns, dass wir erst bei der Hälfte sind.
Auch ein Besuch im Manly SeaLife lohnt sich, dort gibt es ganz viele süße Pinguine zu sehen.
Hier kann man wirklich, ohne dass es langweilig wird, einen halben bis ganzen Tag verbringen. Egal ob mit oder ohne Familie.
Und das sagt jemand, der eigentlich überhaupt keine Fische mag ;-) 


Was Du dir dagegen getrost sparen kannst, sowohl das Geld als auch die Zeit, ist der Wildlife Park. Beworben wird er mit Kängurus und Koalas die man streicheln kann. Ja, die zwei vorhanden Koalas kann man streicheln, allerdings muss man dafür 20$ blechen.
Desweiteren gibt es dort recht wenige Tiere im Gesamten zu sehen und so ist man innerhalb von 20 Minuten einmal durch den ganzen Park gelaufen. Sehr schade wie ich finde. Glücklicherweise hatten wir das Kombiticket, sodass wir nicht extra dafür Geld ausgeben mussten.
Ein Tipp an dieser Stelle dennoch an alle Tierfreunde: Wenn ihr mal Kängurus und Co füttern und streichen wollt, fahrt besser in den Featherdale Wildlife Park, der ca. 1 Stunde Autofahrt außerhalb von Sydney liegt. Mehr dazu erfährst Du in meinem nächsten Blogpost.


Für alle Kunstverrückten kann ich guten Gewissens das Museum of Contemporary Arts empfehlen. Der Eintritt ist hier frei und man kann schöne Kunstwerke von lokalen Künstlern begutachten. Ganz klar, alles hat mir nicht gefallen, es war aber auch vieles dabei das mich unheimlich inspiriert hat.
Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle!

 
An unserem letzten richtigen Sydneytag veschlug es uns nochmal in das wundervolle Darling Harbour. Das darfst Du dir auf keinen Fall entgehen lassen. Ein bezaubender Hafen mit tollem Flair und etlichen kleinen Seafood Restaurants und einigen Cafés.
Hier hätte ich bedenkenlos den ganzen Tag verweilen können um die anderen Menschen zu beobachten, die Sonne zu genießen und einfach meinen Gedanken nachzuhängen.


Was bleibt mir zum Schluss zu sagen? In Sydney habe ich definitiv ein Stück von meinem Herzen verloren. In kaum einer anderen Stadt habe ich mich von Anfang so wohl gefühlt. Ich bin dort einfach richtig "angekommen". Leider jedoch nicht um zu bleiben.
Sydney mag zwar eine Großstadt sein, aber für mich hat sie mehr Flair und Vornehmlichkeiten als so manch schnuckliges Städtchen. In keiner anderen Stadt habe ich mich bisher auch so sicher gefühlt wie hier. Dass man als Frau nachts nicht unbedingt durch Teile von Kingscross laufen sollte, dürfte klar sein. Aber hier im dunkeln (und das ist es bereits ab 18 Uhr) durch den Hydepark zu schlendern oder die Stadt zu erkunden ist absolut bedenkenlos möglich.
Ein weiterer Pluspunkt ist, dass man hier nicht als Tourist auffällt. Da kann es schonmal vorkommen, dass man nach dem Weg gefragt wird, obwohl man selbst erst zwei Tage hier ist.
Was ich jedoch definitiv weiß ist, dass ich auf jeden Fall nochmal hierher zurückkommen werde, und dann für ein paar Wochen oder vielleicht auch für immer.
Sydney - ich liebe dich!

Meine Top 5

1. Hyde Park
2. Darling Harbour
3. Opera House und Harbour Bridge
4. Sydney Sea Life
5. Royal Botanic Garden



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