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Dienstag, 21. Mai 2013

Von den Bergen bis ans Meer


Nach 5 Tagen Sydney war es am Freitag, den 26.04.2013, für uns Zeit diese wundervolle Stadt zu verlassen. Unser neues zu Hause ist ab jetzt ein Camper, welchen wir von Deutschland aus gemietet haben.
Wir waren sehr überrascht wie geräumig er ist; ein sehr großes Bett, eine Küchenzeile, Dusche und WC, Fernseher und genügend Platz für alle Klamotten und die Essensvorräte.
Was möchte man vom neuen zu Hause für die nächsten Wochen mehr erwarten?
Am ersten Tag fuhren wir ehrlich gesagt etwas planlos durch die Gegend. Wir ließen uns einfach von der Spontanität leiten und so landeten wir an einem wunderbaren Surferstrand, irgendwo überhalb von Manly Beach. Da wir langsam Hunger bekamen, teilten wir uns auf einer Bank am Strand, eine leckere Tüte Fish & Chips.
Leider waren wir nicht die einzigen mit einem Bärenhunger, sodass wir prompt von einem eigenartigen Vogel angegriffen wurden, der sowohl den halben Fisch, als auch meine heißgeliebten Pommes, mitnahm.
Ein Souvenir, in Form eines aufgeschlitzten Fingers, nahmen wir auch gleich mit. Vielen Dank an dieser Stelle :-) Übernachtet haben wir letztendlich in North Rocks, wo wir uns noch mit allen nötigen Lebensmittel eindecken konnten.






Ausgeschlafen ging es am Samstagmorgen weiter Richtung Landesinnere. Dort trafen wir in einem Bootsverleih in Beowra auf einen ausgesprochen freundlichen und hilfsbereiten Mann. Etwas, dass ich hier in Australien an den Menschen sehr schätze.
Eigentlich wollten wir uns nur den Verleih und den Fluss näher ansehen, da zückte er schon sämtliche Karten und Prospekte um uns bei der Routenplanung Richtung Blue Mountains behilflich zu sein.
Kurz vor den Blue Mountains gingen wir in eines der vielen Visitor Information Centre, hier in Australien. Das kann ich jedem nur wärmstens empfehlen, der sich hier auf eigene Faust durch Australien kämpft. Dort bekamen wir auch den unschlagbaren Tipp in einem kleinen Sportclub in Richmond zu übernachten. Wir mussten dort lächerliche 4$ bezahlen, um dem Club beizutreten. Und das war es auch schon. Dafür gab es einen großen, gepflegten Campingplatz mit netter Aussicht und tollen Duschen.

Erholt und gestärkt fuhren wir früh morgends auf Richtung Blue Mountains. Den ersten Stopp legten wir in Mount Thomas am botanischen Garten ein. Dieser ist kostenlos und einfach nur atemberaubend. Von der Aussichtsplattform kann man die Blue Mountains bestaunen und unter einem tut sich ein Garten mit Pflanzen der unterschiedlichsten Nationen auf.
Am Eingang lassen sich europäische Pflanzen begutachten und gerade ein paar Meter weiter afrikanische oder typisch australische. Wirklich ein Meisterwerk der botanischen Kunst.

 
Am Abend kamen wir geschafft in Katoomba an, wo wir uns für die Nacht ein nettes Hostel raussuchten. Da wir noch ziemlich fit waren, gönnten wir uns ein Sunsetdinner in den Bergen.
Auch am nächsten Morgen konnten und wollten wir nicht ausschlafen. Schließlich besagte unser Plan in den Blue Mountains wandern zu gehen.
Diese Wanderung war anstrengender als gedacht unr raubte uns so einige Kräfte. Insgesamt waren wir über 5 Stunden unterwegs durch den Dschungel, ins Tal und zum Schluss, die scheinbar nie endenden Treppen, wieder ganz hinauf. Die Aussicht war allerdings unbezahlbar und entschädigte uns für sämtliche Anstrengung. So sahen wir auch die "Three Sisters", welche (glaubt man der Legenden der Aboriginies) Einheimische des Dorfes waren und von einem Feind angegriffen wurden. Deren Vater war Zauberdoktor und gerade auf dem Weg ins Tal. Als er diese Szene sah, verzauberte er sie in drei Steine um sie zu beschützen. Leider wurde auch er angegriffen und verlor dabei seinen Zauberknochen. Noch heute sucht er danach um die drei Schwestern von ihrem Schicksal zu befreien.


Auf dem Rückweg schauten wir gleich nochmal in Richmond vorbei, da wir ohnehin die Mitgliedsgebühren bezahlt hatten.
Somit konnten wir uns eine teure Übernachtung sparen :)
Nachdem wir am Dienstag einen kleinen Knatsch überwunden hatten, durfte ich mich über einen Besuch im Feathderdale Wildlife Park freuen.
Das war definitiv eines der Highlights für mich.
Man konnte dort alles sehen was ein Tierfreundherz erfreuen kann. Angefangen von freiherumlaufenden Kängurus über schmusige Koalas bis hin zu flauschigen Eulen.
Definitiv ein Must-See, wie ich im vorherigen Post schon erwähnt habe.


Im Anschluss daran machten wir uns nun endlich an die große Aufgabe die Ostküste Australiens entlang zu fahren. Da durfte das wunderschöne Coffs Harbour auch nicht fehlen. Dort fanden wir ein nettes Plätzchen um zu bleiben. Am nächsten Tag traf uns fast der Schlag, als wir aus dem Fenster blickten. Direkt vor dem Campervan hinter dem Parkplatz war schon das Meer. Dieser wunderschöne Ausblick war uns am Vorabend im Dunkeln natürlich nicht aufgefallen.
Coffs Harbour ist definitiv ein charmantes, kleines Städtchen. Dort kann man sogar mit Delphinen schwimmen, aber dank des Zeitdruckes konnte ich diese Gelegenheit leider nicht wahrnehmen. Aber man kann sich ja auch nicht immer alle Lebensträume auf einen Schlag erfüllen. 


 Unser Weg führte uns letztendlich Richtung Dorrigo, wo wir über dem Dschungel einen Skywalk machten und die absolut faszinierenden Christal Watterfalls besuchten.
Ein absolutes Paradies auf Erden.


 



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